Saunaguide: Die unterschiedlichen Saunaarten im Vergleich

Es gibt eine Vielzahl an unterschiedlichsten Sauna-Arten. Daher sollte man wissen, welche Sauna-Typen es gibt und was die Unterschiede zwischen diesen sind.

Verschiedene Sauna-Arten

Plant man einen Saunabesuch in einem der großen Wellness Bäder, so hat man oft die Qual der Wahl. Es werden eine Vielzahl verschiedener Saunan angeboten. Diese definieren sich über ihre Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Aufgüsse. Im Internet kann man sich auf den Webseiten der Saunabetreiber über das Angebot informieren.

Alle Sauna-Typen im Überblick

Damit man seine Zeit in der Sauna optimal nutzen kann, sollte man wissen was einen erwartet. In unserem Saunaguide erklären wir hier die verschiedenen Eigenarten der Saunatypen. In der nachfolgenden Tabelle findest du einen groben Überblick:

SaunatypTemperaturLuftfeuchtigkeitAufgüsse
Baby-Sauna70°C15%nein
Banja50-70°Cbis zu 100 %ja
Bio-Sauna50-60°Cbis zu 100 % ja
Caldarium40-50°Chochnein
Dampfbad40-55°C80-100 %nein
Finnische Sauna80-100°C10–30 %ja
Textilsauna70-80°C20%ja
Hamambis zu 50°Chochnein
Panoramasauna80-95°C20 %ja
Sinnessauna50-60°C15 %ja
Zirbensauna60-80°C20 %ja
Dampfsauna40-45°Cbis zu 100 %nein
Wassersauna65-75°C25 %ja
Gartensauna85-95°C20 %ja
Stollensauna80-90°C25 %nein
Lichtsauna / Tepidarium50-60°Cgeringja
Erdsauna90-110°C20 %nein
Laconium50-60°Cgeringnein
Brechelbadbis zu 60°C10 %nein

 

Der Saunakultur Saunaguide

Nachfolgend finest du alle Infos in unserem Saunaguide:

Baby-Sauna

Die Baby-Sauna ist, wie der Name schon sagt, speziell für Babys und Kleinkinder gedacht. Ab dem vierten Lebensmonat können Sie Ihr Baby hierhin mitnehmen. Die Temperaturen sind in einer Babysauna wesentlich geringer als in einer Sauna für Erwachsene, da der kindliche Kreislauf ansonsten zu stark belastet würde. Das Abkühlen und die Ruhephasen sollten nach dem Saunagang ebenfalls kindgerecht gestaltet werden.

Infos

  • Temperatur: 70°C
  • Luftfeuchtigkeit: 15%

 

Banja

Der Banja stammt aus Russland und ist ein typisches Badehaus. Es besteht aus zwei bis drei Räumen: Dem Schwitzraum, einem Waschraum sowie einem Ruheraum. Wie auch in Finnland ist der Saunabesuch in Russland ein fester Bestandteil der Kultur – insbesondere in den kühleren Resionen wie Sibirien.

Infos

  • Temperatur: 50-70°C
  • Luftfeuchtigkeit: bis zu 100%

 

 

Bio-Sauna

Die Bio-Sauna ist eine eher milde Sauna und arbeitet mit ätherischen Ölen und Lichttherapie. Beides muss aber nicht zwingend vorhanden sein. Außerdem sauniert man hier länger als normalerweise. Vor allem für Leute mit hohem Blutdruck ist die Bio-Sauna empfehlenswert, da sie für den Kreislauf weniger belastend ist.

Infos

  • Temperatur: 50-60°C
  • Luftfeuchtigkeit: bis zu 100%

 

 

Caldarium

Das Caldarium stammt von den Römern und ähnelt einem Hamam. Dazu kommen noch ätherische Öle. Dieses Bad schont den Kreislauf und wirkt sich entspannend auf die Muskulatur aus. Oftmals sind Caldarien auch besonders ansprechend und liebevoll gestaltet – z.B. mit kunstvollen Mosaiken.

Infos

  • Temperatur: 40-50°C
  • Luftfeuchtigkeit: hoch

 

 

Dampfbad

Das Dampfbad oder auch Dampfsauna genannt ist der Sauna sehr ähnlich und bringt Sie ins Schwitzen. Hier wird jedoch mit einem Dampfkessel die Luftfeuchtigkeit erhöht, was sehr gut für die Atemwege ist.

Infos

  • Temperatur: 40-55°C
  • Luftfeuchtigkeit: 80-100%

 

 

Finnische Sauna

Die finnische Sauna ist die klassische Form der Sauna und besteht aus einem Raum oder einem Saunahaus. Beheizt wird sie mit einem Steinofen. Regelmäßig werden Aufgüsse vollzogen. Man wechselt zwischen Phasen, in denen man in der Sauna schwitzt oder sich außerhalb ausruht.

Infos

  • Temperatur: 80-100°C
  • Luftfeuchtigkeit: 10-30%

 

 

Textilsauna

Die Textilsauna ist eine ganz normale Sauna, in der jedoch Badesachen getragen werden. Diese Form findet man meist in Schwimmbädern, die nicht über einen separaten Saunabereich verfügen.

Infos

  • Temperatur: 70-80°C
  • Luftfeuchtigkeit: 25%

 

 

Hamam

Das Hamam bezeichnet ein türkisches Dampfbad, das wie der Banja in verschiedene Räume eingeteilt ist. Diese sind so temperiert, dass zwischen ihnen etwa 10°C Unterschied ist. Beim Saunieren trägt man hier einen Lendenschurz, denen Pestemal. Im ersten Raum, dem „Göbbek“, treffen Sie auf Temperaturen von 50°C zum Saumieren. Danach kommt der „Maslakh“, der Ruheraum, mit 40°C. Danach werden Sie bei den gleichen Temperaturen im „Sogukluk“ massiert. Zum Schluss kommt der Raum „Halvet“, der ein Dampfbad ist. Hier können Sie sich massieren lassen, Kalt-Warm-Wassergüsse bekommen oder mit einem Handschuh aus Ziegenhaar einseifen lassen. Das alles regt die Durchblutung an.

Infos

  • Temperatur: bis zu 50°C
  • Luftfeuchtigkeit: hoch%

 

 

Panoramasauna

Als Panoramasauna bezeichnet man gemeinhin eine Sauna, die über eine große gläserne Fensterfront verfügt. So kann man beim Schwitzen einen entspannten Blick nach draußen, zumeist auf den Saunagarten, werfen.

In der Regel bildet die Panoramasauna die geräumigste Sauna in Wellnessbädern und bietet Platz für 30-50 Saunagänger. Auch Aufgüsse werden hier häufig vorgenommen, so dass man mit allen Sinnen entspannen kann.

Infos

  • Temperatur: ca. 85°
  • Luftfeuchtigkeit: ca. 20%

 

 

Sinnessauna

Als Sinnesauna wird eine Art von Sauna bezeichnet, die gezielt die menschlichen Sinne anspricht. Eine Saune für die Sinne ist eher niedrig temperiert, da das Schwitzen hier nicht im Vordergrund steht.

Vielmehr wird in einer Sinnesauna häufig Musik mit meditativem Charakter abgespielt. Manche Saunen bieten zudem Erlebnisse wie eine Klangmassage oder andere Performancearten. Anstatt Aufgüssen kommen hier häufig Duftschalen mit Kräutern zum Einsatz.

Die Sinnesssauna ist eine wohl temperierte Sauna, die mit meditativer Musik untermalt wird. Der Körper wird erwärmt und der Stoffwechsel sanft angeregt. Die milde Temperatur bewirkt, dass das Schwitzen zwar verzögert, aber nicht weniger intensiv einsetzt.

Infos

  • Temperatur: ca. 60° C
  • Luftfeuchtigkeit: ca 15%

 

 

Zirbensauna

In einer Zirbensauna wird mit Zirbel eine besondere Art von Holzaroma verwendet, um für eine besondere Art von Entspannung zu sorgen. Das Aroma der auch als „Königin der Alpen“ bekannte Kiefernart, soll eine besonders entspannende Wirkung auf den menschlichen Körper haben. So werden Zirbelspäne z.B. auch in Kissen verwendet um den Schlaf zu verbessern.

Oft sind bestehen in Zirbensaunen auch die Saunabänke oder Wände aus Zirbenholz, so dass der gesamte Schwitzraum von seinem wohltuenden Aroma gefüllt ist.

Infos

  • Temperatur: ca. 80°
  • Luftfeuchtigkeit: ca. 20%

 

 

Dampfsauna

In einer klassischen Dampfsauna herrscht eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit. Ein Saunahandtuch wird hier nicht benötigt. Man betritt das Dampfbad völlig nackt. Auch befinden sich in Dampfbädern keine klassischen Saunabänke sondern Sitzflächen, die man aus Hygienischen Gründen vor Benutzung mit Wasser abspülen sollte.

Die hohe Luftfeuchtigkeit im inneren dieser Sauna ist besonders wohltuend für die Atemwege. Bei leichten Erkältung kann ein Besuch einer Dampfsauna wahre Wunder wirken. Auch für die Haut ist die Luftfeuchtigkeit sehr angenehm. Die Poren werden geöffnet und die Haut wird gereinigt. Manche Dampfsauna und bieten zudem Salz zum Peeling der Haut an.

Infos

  • Temperatur: ca. 45°
  • Luftfeuchtigkeit: 95%

 

 

Wassersauna

Als Wassersauna wird eine Art von Sauna bezeichnet, die neben oder an einem Gewässer liegt. Oftmals befinden sich Wassersaunen daher im geräumigem Saunagarten großer Wellnessbäder.

Nach dem Schwitzbad kann man anschließend seinen Körper durch leichte Bewegung am Wasser des Teiches oder Schwimmbeckens entspannen. Eine Besonderheit vieler Wassersaunen ist der Eistuch-Aufguss, bei dem man ein gefrorenes Handtuch zum Abkühlen gereicht bekommt.

Infos

  • Temperatur: ca. 75°
  • Luftfeuchtigkeit: 25%

 

 

Gartensauna

Als Gartensauna bezeichnet man eine geräumigere Sauna, die sich außerhalb von Gebäuden im Saunagarten befindet. Nicht selten sind sie den traditionellen Saunen in Finnland nachgebildet, und bestehen aus klassischen Holzstämmen.

Oftmals bildet die Gartensauna den zentralen Anlaufpunkt für Aufgüsse und andere Erlebnisse und Wellnessbädern. Sie fast nicht selten mehrere 100 Personen. Aber auch für den eigenen Garten kann eine kleine Gartensauna eine schöne Lösung für entspannte Stunden sein.

Infos

  • Temperatur:  ca. 85°
  • Luftfeuchtigkeit: 20%

 

 

Stollensauna

Eine Stollensauna zeichnet sich durch die besondere bauliche Art aus. Die Wände einer solchen Sauna sind nicht mit Holz vertäfelt, sondern bestehen aus festem Gestein. Dadurch entsteht der optische Eindruck sich in einem Stollen unter Tage zu befinden und.

Besondere Gesteinsarten wie Quarz sollen bei hoher Hitze eine heilende Wirkung auf den Körper haben. Häufig findet man auch Salzgestein wie Bergkristall oder Salzkristall an den Wänden einer Stollensauna.

Infos

  • Temperatur: ca. 85°
  • Luftfeuchtigkeit: 25%

 

 

Lichtsauna / Tepidarium

Die alten Römer bezeichneten einen lauwarm beheizten und kunstvoll dekorierten Raum als Tepidarium. Heute wird diese Art der Entspannung häufig als Lichtsauna bezeichnet.

Bei niedrigen Temperaturen erfolgt hier durch Farblicht eine visuelle Stimulierung des Körpers. Grün- und Blautöne haben dabei eine beruhigende Wirkung, wohingegen Rot- und Gelbtöne Desktop des Lichtspektrums eine anregende Wirkung zugesprochen wird. Im Wechselspiel der Farben ergibt sich ein besonderes Entspannungserlebnis. Nicht selten werden hier Duftaromastoffe verwendet, um das Gesamtergebnis abzurunden.

Infos

  • Temperatur: ca. 55°
  • Luftfeuchtigkeit: 10%

 

 

Erdsauna

Die Erdsauna ist die Urform der Sauna. Dabei wurde eine Bodenwanne in die Erde eingelassen und mit Steinen vermauert. Auf diese Wanne kam dann die Sauna, die meist aus Kiefernholz bestand und zur Hälfte in der Erde verschwand. Über einen Holzofen wurde sie dann erhitzt. D

Heutzutage versteht man unter einer Erdsauna zumeist eine im Außenbereich angesiedelte Sauna, welche an einer oder mehreren Seiten in die Erde eingelassen ist. Fügt sich somit nicht nur harmonisch in einem Saunagarten ein, sondern bietet auch eine besondere Isolierleistung.

Die Temperaturen in einer Erdsauna sind tendenziell höher als in einer normalen Sauna. Nicht selten erreichen sie 80 bis zu 90 Grad Celsius. Die Gestaltung einer Erdauna ist zudem häufig rustikal. Nicht selten werden hier Holzstämme oder andere Naturmaterialien verwendet.

Infos

  • Temperatur: ca. 85°
  • Luftfeuchtigkeit: 20%

 

 

Laconium

Als Laconium wird eine Trockensauna mit geringer Feuchtigkeit bezeichnet, welcher ursprünglich aus Süd-Grichenland stammt. Der Innenbereich eines Laconiums ist zumeist gefliest, wobei die Wand und bodenfliesen die Wärme speichern. Nicht selten findet man in einem Lacomium zudem kunstvolle Verzierungen aus Mosaiks.

Besonders für Menschen, die keine hohen Temperaturen oder hohe Luftfeuchtigkeit in vertragen, eignet sich ein Besuch in einem Laconium. Der Körper wird hier langsam und schonend erwärmt, so dass es eine geringere Belastung für den Kreis laufen darstellt.

Infos

  • Temperatur: 60°
  • Luftfeuchtigkeit: 10%

 

 

Brechelbad

Das besonders im Alpenraum verbreitete Brechelbad zeichnet sich durch geringe Temperaturen, duftende Aromen und eine sanfte Erholung aus. Traditionell wurde es besonders von Bauern genutzt, um einen entspannenden Ausgleich zur harten Arbeit auf den Höfen zu bieten. Historische Brechelbäder sind zumeist gefliest.

Heutzutage ist das Brechelbad besonders bei älteren Menschen mit Kreislaufbeschwerden das sehr beliebt. Auf dem Boden werden zumeist getrocknete Tannenzweige verteilt, die ihr typisches Aroma in die Luft abgeben. Zudem werden die Fußsohlen beim darüber laufen sanft und angenehm massiert. Alternativ werden in einem breche Bad auch ätherische Öle verwendet, um der Luft ein besonderes Aroma. Zu verleihen.

Infos

  • Temperatur: 65°
  • Luftfeuchtigkeit: 10%

Saunaguide: Die unterschiedlichen Saunaarten im Vergleich
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